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Der Sprung in der Schüssel
Es war einmal eine alte chinesische Frau, die zwei große Schüsseln hatte,
die von den Enden einer Stange hingen, die sie über ihren Schultern trug.
Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und
stets eine volle Portion Wasser fasste. Am Ende der lange Wanderung vom
Fluss zum Haus der alten Frau war die andere Schüssel jedoch immer nur
noch halb voll.
Zwei Jahre lang geschah dies täglich: die alte Frau brachte immer nur
anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war
natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme Schüssel mit dem
Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die
Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.
Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die
Schüssel zu der alten Frau: "Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus
dem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft."
Die alte Frau lächelte. "Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des
Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht?" "Ich
habe auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines
Fehlers bewusst war. Nun gießt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause
laufen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und
den Tisch damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde
diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren."
Diese Geschichte bekam ich in einer Mail
von Silvia, sie schrieb noch dazu:
Jeder von uns hat seine ganz eigenen Macken und Fehler, aber es sind die
Macken und Sprünge, die unser Leben so interessant und lohnenswert machen.
Man sollte jede Person einfach so nehmen, wie sie ist und das Gute in ihr sehen.
Also, an all meine Freunde mit einem Sprung in der Schüssel, habt einen
wundervollen Tag und vergesst nicht, den Duft der Blumen auf eurer Seite
des Pfades zu genießen.

Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Fühlen wir uns nicht oft
unzulänglich mit unseren Päckchen oder sind es Pakete, die wir noch nicht
bewältigt haben, nicht fähig in dieser Gesellschaft zu bestehen? In
WAHRHEIT aber geben wir auf unserem manchmal mühsam empfundenen Pfad
Nährendes ab, dass sogar mit dem richtigen Samen Blumen wachsen können,
auch ausserhalb unseres Hauses. Ist dies nicht wundervoll, bringt es uns
und andere nicht in ein schöneres, beglückenderes Leben, verändern wir
nicht auch damit die Gesellschaft? Vergesst dies nie ihr lieben LICHT-und
LIEBESARBEITER/INNEN und alle, die es noch werden wollen!
Einen
Tag später, als ich dies geschrieben hatte, befand ich mich in einem
extremen Wechselbad der Gefühle.
Geführt von meinem HERZEN fand ich bei MARYAM die Seite:
Die
Befreiung von Bindung und Abhängigkeit (Anleitung)
Ich folgte der Anleitung und "sah" 5 dicke Schläuche von meinem
Sexualchakra weggehen. Ich LIEBTE diese Bindungen und "sah" wie einer nach
dem anderen abgetrennt wurde.
Nachdem sich danach noch Schmerz lösen durfte, ist es viel ruhiger
geworden und ich denke auch nicht ständig an eine Person, um die meine
Gedanken zuvor kreisten!
Diese Übung werde ich noch mehrmals wiederholen über einen längeren
Zeitraum, bis ich keine Resonanz mehr habe und dann sowieso niemand mehr
andocken kann.
Im Hinblick auf dieses Erleben möchte ich den Sprung in der Schüssel nach
unten als eine bewusste Öffnung sehen, durch die Wasser (Nährendes)
abgegeben wird, gleich einem Kelch, wobei dabei ganz automatisch
nachfliesst, was unten abgegeben wird und auch bewusst empfangen wird.
Dies
entspricht für mich einem Leben in BEDINGUNGSLOSER LIEBE, indem frei
gegeben und frei empfangen werden kann.
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