| Über die Fantasy-Trilogie von Philip Pullman
Der goldene Kompass
Das magische Messer
Das Bernstein-Teleskop
(ISBN: 978-3-453-40548-6)
Der Film/das Buch der goldene Kompass hat mich
sehr berührt, im Grunde drückt die Handlung den Zustand unserer
Gesellschaft aus. Die Trennung der Kinder von ihren
Daemonen/Tierbegleitern bedeutet für mich die Trennung der Verbindung
zur Geistigen Welt/ zum GÖTTLICHEN und damit ein Leben in der absoluten
Dunkelheit. Hier kann nur noch Hilfe von aussen kommen. Diese Rolle hat
das Mädchen Lyra, die im Besitz des goldenen Kompass ist. Sie ist
unterwegs, um ihren Freund Roger, dessen Daemon bereits abgetrennt wurde
und die anderen Kinder, denen das noch bevorsteht, zu retten. Der
Kompass ist das Symbol für unsere Möglichkeit, die WAHRHEIT selbst zu
erfahren und damit unabhängig zu werden.
Sehr berührt hat mich die Hilfe des Eisbären Iorek Byrnison, des
Luftschifffahrers und der Hexen. Für mich sind das Sinnbilder der
vielfältigen Hilfen, die zur Verfügung stehen, um diesen Weg zur
Selbstfindung der WAHRHEIT und damit zum selbstbestimmten Leben in
Verbindung mit dem GÖTTLICHEN zu gehen.
Der "Staub" stellt für mich das LICHT GOTTES dar,
das über diese Verbindung zur Verfügung steht und hilft unsere
Dunkelheit zu erhellen und unseren Mangel zu beheben. Dieses LICHT
können wir ganz bewusst in Anspruch nehmen, indem wir lernen
BEDINGUNGSLOSE LIEBE (siehe
www.puramaryam.de) zu erzeugen, denn dabei fliesst das LICHT GOTTES
mit.
Sehr schön und eindrucksvoll fand ich, dass gerade bei
Kindern in dieser Versuchsstation die Daemonen im Film getrennt wurden.
Wir Eltern geben unbewusst unsere Muster in der Erziehung weiter, bringen
die Kinder immer weiter weg von ihrer meist sehr guten Verbindung. Dies
geschieht, indem wir nicht BEDINGUNGSLOS LIEBEN, sondern den Kindern ihre
Wahrnehmungen ausreden, die Kinder bestrafen, wenn sie sich nicht so
verhalten, wie es uns gerade passt oder wir meinen, dass es richtig ist.
Bei unserem Verhalten gegenüber unseren Kindern, sollten wir öfter
hinterfragen, aus welchen Motiven heraus wir handeln. In
Konfliktsituationen finde ich es wichtig, innezuhalten und zu spüren, wie
es mir selbst geht, wie ich mich fühle. Ganz hilfreich ist
es hierbei, sich in die Lage des Kindes zu versetzen und nachzuspüren, wie
es uns selbst an dessen Stelle ergehen würde. Ebenso hilfreich ist es, wenn wir dabei
mit unserem Bewusstsein in die BEDINGUNGSLOSE LIEBE und mit der
Aufmerksamkeit ins HERZ-chakra gehen. Siehe auch die Seite
Erziehung ist....
Zum Thema Kinder-Führung gibt es bei
MARYAM (siehe
www.puramaryam.de) sehr schöne und ausführliche Seiten.
Das Mädchen Lyra hat eine grosse Aufgabe: (Textstelle S.183/184 aus Der
goldenen Kompass)
"Die Hexen sprechen seit Jahrhunderten von diesem Mädchen, sagte der
Konsul. Sie leben ganz in der Nähe des Ortes, an dem die Welten nur durch
einen dünnen Schleier voneinander getrennt sind, und hören deshalb
manchmal jenes ewige Raunen, das von den Stimmen der Wesen herrührt, die
zwischen den Welten wandeln. Und diese Wesen sprachen von einem Kind wie
diesem, einem Kind, dem ein großes Schicksal bestimmt ist, das sich nur
woanders erfüllen kann - nicht in dieser Welt, sondern weit jenseits
davon. Ohne dieses Kind werden wir alle sterben, sagen die Hexen."
Lyra bekam einen goldenen Kompass, das Alethiometer, das
sie jederzeit befragen konnte und das ihr die WAHRHEIT sagte. Sie machte
sich auf den Weg, um die Kinder zu retten, damit sie nicht von ihren
Daemonen (Tierbegleiter) getrennt würden. Nach erfolgreicher Rettung der Kinder
ging sie zusammen mit ihrem Freund Roger zu Ihrem Vater Lord Asriel, der
daran arbeitete einen Durchgang in eine andere Welt zu öffnen. Dazu
brauchte er eine grosse Energie, die er durch die Trennung des Jungen von
seinem Daemonen auch bekam. Dies hatte Lyra natürlich nicht beabsichtigt
und hatte jetzt Schuldgefühle, weil sie unbewusst den Tod ihres Freundes
mitverursachte.
Zusammen mit ihrem Daemonen ging sie durch diese Öffnung in eine andere Welt,
um den "Staub" zu suchen.
Dort trifft sie Will, der sich als der rechtmässige neue Träger des
magischen Messers erweist und mit diesem in der Lage ist überall
Durchgänge zu anderen Welten zu schneiden. Lyra, die verfolgt wird wegen
ihres Alethiometers und Will, der verfolgt wird wegen Briefe seines
Vaters, der vor langer Zeit verschwand, konnten so jederzeit von einer
Welt in die andere wechseln und sich in Sicherheit bringen.
Lyra wollte Roger unbedingt noch
einmal treffen , um ihn um Verzeihung zu bitten. So liessen sich Will und
Lyra von dem magischen Messer führen und gelangten in die Welt der Toten.
Dort angekommen wurde ihnen klar, dass sie die Toten (ich denke hier an
verlorene Seelen) in die lebendige Welt führen sollten, damit
sie wieder Teil des Lebens werden konnten: (Textstelle S.359/360 aus Das
Bernstein-Teleskop)
"Ich sage euch , was geschehen wird, verkündete sie, und was ich zu
sagen habe, ist die reine Wahrheit.Wenn ihr dieses Land verlasst, werden
sich die Verbindungen , aus denen ihr besteht, auflösen und alle Teilchen
verströmen, wie dies schon mit eurem Daemonen geschehen ist...Doch eure
Daemonen sind nicht einfach zu nichts geworden. Vielmehr sind sie Teil von
allem. Alle Atome, aus denen sie bestanden haben, sind in Luft und Wind,
in Bäumen und im Erdboden, ja in alles Lebendige eingegangen. Sie werden
niemals völlig verschwinden, denn sie sind Teil von allem. Und genauso
wird es euch auch ergehen. Ihr werdet verströmen, doch zugleich seid ihr
dann zurück in der Welt und werdet wieder Teil alles Lebendigen."(Für
mich bedeutet dies, dass sie ins LICHT gehen, dass sich die Seele
weiterentwickeln kann. MM)
Siehe hierzu MARYAMS Seite:
Wesenheiten Geistiger Welten - Die Seelen
verstorbener Menschen und Tiere
Sie vereinbarten mit den Harpien (Vögel mit hässlichen Gesichtern), die bisher die Welt der Toten
grausam beherrschten, dass diese sich von nun an wahre Geschichten von den
Toten erzählen lassen sollten, um sie dann als Lohn zum offenen Fenster in
die lebendige Welt zu führen. Nachdem beide Kinder auch dieses Abenteuer
bestanden hatten, ruhten sie sich in der Welt der Tualapi aus, in
der sie Dr.Mary Malone trafen, die dort mit dem Bernstein Teleskop daran
forschte, warum der Staub immer mehr wegströmte und
dadurch
das Weiterleben der Pflanzen und der dort lebenden Wesen bedroht wurde.
In langen Gesprächen tauschten Lyra, Will u. Mary aus, was sie alles
erlebt hatten und Mary erzählte auch davon, dass sie sich früher in einen
Mann verliebte. Dadurch geschah etwas, das Lyra und Will ihre Liebe
zueinander entdecken liess.
Von beiden ging nun ein goldenes Licht aus, das wie Mary feststellte, das
Abströmen des Staubes stoppte. Durch ihre Daemonen, die sie
nun endlich wiederfanden - sie mussten sie beim Betreten des Reichs der
Toten zurücklassen - wurden sie darüber aufgeklärt, wie es weitergehen
soll. Beide wollten am liebsten zusammenbleiben, da sie aber aus
verschiedenen Welten stammten, war dies nicht möglich für einen längeren
Zeitraum. Die Fenster müssten wieder geschlossen werden, weil durch sie
zuviel Staub ins Nichts abfliesse. Nur eines sollte für die Toten offen
bleiben. Das bedeutete, dass jeder für sich allein in seiner Welt leben
müsse.
Darüber sehr in Verzweiflung wollte Lyra das Alethiometer befragen
und merkte, dass ihr diese Fähigkeit abhanden gekommen war. Ein Engel
erklärte ihr dann, dass es eine ihr zuteil gewordene GNADE war, dass sie
die Fähigkeit hatte und sie könne sie durch Arbeit wieder erlangen. Dazu
bräuchte sie ein ganzes Leben: (Textstelle S.554/555 aus Das Bernstein
Teleskop)
"Aber du würdest nach einer lebenslangen geistigen Anstrengung das
Instrument noch viel besser lesen können, weil die Deutung dann aus
bewusstem Verstehen käme. Gnade, die nach lebenslanger Anstrengung
erreicht wird, ist tiefer und vollkommener als die, die unverhofft über
einen kommt. Ausserdem wird dir eine solchermassen erworbene Fähigkeit
nie verloren gehen......Vernunftbegabte Wesen erzeugen Staub - sie
erneuern ihn ständig durch ihr Denken und Fühlen, durch ihr Ansammeln von
Wissen und die Weitergabe dieses Wissens. Und wenn ihr eure Mitmenschen in
euren Welten zu diesem Prozess anregt, indem ihr ihnen helft, sich selbst
und die anderen zu verstehen, die Dinge zu erfassen und zu erkennen, wie
alles ineinander greift, und indem ihr sie lehrt, freundlich statt
grausam, geduldig statt ungehalten und fröhlich statt missmutig zu sein,
vor allem aber, wie man sich einen offenen, freien und neugierigen Geist
bewahrt...
...Wenn wir das durchhalten, sagte er (Will) mit gebrochener Stimme,
wenn wir unser Leben anständig führen und die anderen nicht vergessen,
dann werden wir auch den Harpien etwas zu erzählen haben. Das müssen wir
den Leuten sagen, Lyra.
Ja die Sache mit den wahren Geschichten, sagte Lyra. Die wahren
Geschichten, die die Harpien im Gegenzug hören wollen. Wenn die Menschen
ihr Leben gelebt haben und danach nichts zu erzählen wissen, dann werden
sie die Welt der Toten niemals verlassen."
Da nun die Fenster geschlossen werden mussten, erklärte der Engel ihnen,
dass sie trotzdem lernen könnten zu reisen: (Textstelle S 557/558 aus Das
Bernstein Teleskop)
"Für diese Art des Reisens wird etwas benutzt, was ihr Fantasie nennt.
Das bedeutet aber nicht, Sachen zu erfinden, vielmehr handelt es sich um
eine besondere Art des Sehens. Also kein wirkliches Reisen, sagte Lyra.
Man bildet es sich nur ein... Nein, sagte Xaphania. Keine Einbildung. Sich
etwas einbilden ist leicht. Das ist schwer, aber viel wahrhaftiger.
Ist es wie mit dem Alethiometer? fragte Will. Braucht man ein ganzes
Leben, um es zu erlernen?
Ja, man muss lange üben. Daran arbeiten. Dachtet ihr vielleicht, es
genüge, mit den Fingern zu schnippen, damit einem alles in dem Schoss
fällt? Für Besitz, der wirklich etwas wert ist, muss auch gearbeitet
werden."
Meine Wiedergabe des Textes soll keine Zusanmenfassung sein, es sind noch
viele weitere Abenteuer, die ich hier nicht erwähnt habe. Ich
finde die
Bücher lesenswert, sehr spannend von der ersten bis zur letzten Minute.
Besonders wichtig sind mir vorallem die beiden letzten Textauszüge.
Ich meine mit der ARBEIT der BEDINGUNGSLOSEN LIEBE und dem LICHT GOTTES
(siehe Anleitung zur SELBSTHEILUNG
www.puramaryam.de), wird es uns heute ermöglicht relativ schnell
lernen zu können, wobei die wesentliche ARBEIT bei uns liegt, worüber wir
uns in Momenten grosser GNADE, die wir erhalten nicht hinwegtäuschen
lassen sollten.Wirklich verstehen können
wir, wenn wir Geduld haben, alles braucht seine Zeit, beständiges Üben und
dabei die tägliche Hinwendung zu GOTT. Siehe hierzu bei MARYAM:
Über GOTT und
sein Verhältnis zu den Menschen
Erst durch intensives Training über einen längeren Zeitraum erwerben wir
langfristig neue Fähigkeiten, wie z.B. die LIEBE zu leben, aufmerksam
durchs Leben zu gehen, erweiterte Wahrnehmung wie hellhören, hellfühlen,
hellsehen. Wir lernen unsere eigenen Gedanken und auch Mitteilungen unserer
Mitmenschen zu prüfen. Dies befähigt uns, unser Leben selbständig und in
Eigenverantwortung zu führen.
Manches von dem, was ich bisher erleben durfte, empfand ich als Vorausschau,
Ermunterung den WEG zu gehen. Letztlich aber ist meine beständige ARBEIT
an mir für meine Entwicklung ausschlaggebend. HILFREICH sind hierzu auch
die
Essener Kommunionen und die
Schriftrollen.
|